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Doom Day

Heute um 8:00 Uhr hatte ich meine mündliche Bachelorabschlussprüfung! Mit einer 2,3 bin ich einigermaßen zufrieden davon gekommen. Die letzten Tage waren noch einmal aufwühlend, weshalb ich auch keinen Beitrag verfassen konnte. Man hat gelernt, oder man hatte ein schlechtes Gewissen, weil man gerade nicht lernt (die Variante, die öfter vorkam). Jetzt sind wir frei! Zumindest frei vom Bachelorstudium. Und da wir ja alle wissensdurstige junge Menschen sind, geht es natürlich weiter, bei manchen früher, bei manchen später. Auf jeden Fall ist meine mündliche Note in Ordnung. Natürlich freut sich jeder über eine eins vor dem Komma, aber eine zwei ist auch ok. Da ich allerdings immer im Hinterkopf habe, dass ich mit dieser Note meine immer noch unbekannte, aber vermutlich nicht so glorreiche schriftliche Bachelornote verbessern muss, ist das Ergebnis nicht soooo zufriedenstellend. Aber was soll’s! All das Lernen, Schwitzen, Stressen und schlechte Gewissen haben ist erstmal vorbei.

Gestern Abend war ich eigentlich ziemlich entspannt. Das lag vermutlich aber auch daran, dass ich die Tage davor schon alle Emotionen mal durchgemacht hatte. Mal pure Aufregung, mal ängstlich, mal euphorisch motiviert, mal „ist-mir-eh-egal“ und manchmal einfach realistisch entspannt. Letztendlich ist es auch nur eine Prüfung von vielen. Die Prüfer wollen einem nichts Böses und helfen einem, wenn man ein Brett vor dem Kopf hat. Aber allein der Name „mündliche Bachelorprüfung“ macht halt nervös. Genau deshalb bin ich gestern Mittag nochmal zur Thaimassage gegangen- Kopf abschalten und entspannen. Am Tag davor habe ich schön mit einer Freundin am Pool gelernt und Vitamine getankt, was einfach sehr wichtig ist für Energie, Nerven und Entspannung. Dass man die vor allem durch die liebe Sonne erhält, kommt uns natürlich gelegen.

Die Prüfung selbst war entspannt. Bei mir war, abgesehen davon, dass mein Herz Marathon gerannt ist, keine Aufregung zu spüren! Ich habe mich morgens darauf gefreut und habe dem Sekt danach entgegengesehnt. Welche Fragen gestellt werden und ob man diese beantworten kann, hängt auch viel von seinem täglichen Glück ab. Man kann es nur (mini-, mini-, mini-) minimal steuern bzw. sein Unwissen eingrenzen, aber man muss sich einfach darauf verlassen, dass man sich bei (un-)gewissen Fragen eine Antwort herleiten kann. Nach der Prüfung habe ich mir gedacht, dass mir die vielen Stunden Lernen eigentlich nicht viel gebracht haben (also für die Prüfung; für das Leben war es auf jeden Fall lehrreich 😉 ). Ich bin direkt nach Beendigung der Prüfung nach Hause gefahren und musste dann erstmal tief durchatmen. Drei Jahre sind nun endgültig vorbei. Ich muss zugeben, obwohl ich ja ein sehr gefühlsneutraler und kalter Mensch bin, musste ich erstmal weinen. Ich denke es war die Last, die mir von den Schultern gefallen ist. Wehmut, weil drei schöne Jahre um sind und Stolz, dass man es geschafft hat. Genauso viele Gefühle, wie bei der letzten Heimfahrt von der Arbeit, kamen hoch. Nach 10 Minuten Durchatmen im Auto konnte ich dann erst wieder in die Welt raus. Einen kurzen Moment habe ich aber die Ruhe, den Moment und die Emotionen im Auto auf mich wirken lassen. Manchmal muss man einfach inne halten und den Augenblick festhalten.

Ich wünsche alle Absolventen die besten Glückwünsche! Seid stolz auf euch, genießt den Moment und freut euch auf die Zukunft! Wir sehen uns an der Night of the Graduates am 23. November.

 

Categories: Real Life Theoriephase

Leonie

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