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Ich bleibe ich selbst

Meine letzte Woche der Praxisphase hat begonnen. Über vier Monate Arbeit sind bald vorbei. Ich habe viel gelernt und würde gerne auch sagen viel erlebt. Außer Arbeit und entspannen und Heimweh habe, habe ich nebenbei Ausreden erfunden, um Sport ausfallen zu lassen, mich über die PA aufgeregt und sonst so getan was jeder Mensch so tut. Ein Highlight dieser Praxisphase war aber definitiv letzte Woche! Ich durfte an einem Seminar über Führung teilnehmen. Mein erster Gedanke war eigentlich: „hey cool, ein bisschen Abwechslung, neue Leute kennenlernen und Erfahrungen austauschen und irgendwelchen Dozenten zuhören, wie sie einem versuchen Soft Skills näher zu bringen, die man meistens eh schon weiß“. Nach dem ersten Tag haben sich meine Vermutungen eigentlich eher verstärkt, aber nach dem zweiten Tag war ich wirklich positiv überrascht. Ich werde dieses Seminar positiv in Erinnerung behalten. Und nein, ich habe nicht gelernt die Welt zu verändern oder wichtige mathematische Formeln, die man immer brauchen wird und einem die Arbeit erleichtern, aber ich habe Erkenntnisse über mich und meine berufliche Zukunft gewonnen. Außerdem habe ich coole Leute kennengelernt!

Also Thema des Seminars war -wie gesagt- Führung. Die meisten erhofften sich zu lernen, wie man richtig führt, welche Führungsstile es gibt und welcher zu einem passt  und was Führung wirklich ausmacht. Diese Fragen wurden weitestgehend geklärt und es gibt eine Antwort, die alles klärt:

Es gibt KEINE Antwort!

Führung ist menschlich und es gibt keinen einen perfekten Weg. Es hängt immer von mehreren Menschen ab, der Führungskraft und der Personen, die geführt werden (sollen). Man braucht eine gewisse Feinfühligkeit, um sich in die Menschen hineinzuversetzen, denn Führung ist „das Beeinflussen erwachsener Menschen“. Beeinflussen in dem Sinne ist positiv gemeint! Je nach Situation und je nach Charakter muss der Führungsstil angepasst werden. Wie unsere Dozenten sagten: jeder kann führen lernen, man muss es nur wollen! Ich bin mir sicher, dass ich einmal Menschen führen möchte. Das und wie ich später mal führen möchte ist mir während dieser zwei Tage klar geworden. Natürlich muss ein Chef eine gewisse Distanz zu seinem Personal halten, aber dennoch sind Mitarbeiter nicht zufrieden, wenn nur Zahlen, Daten und Fakten im Fokus stehen. Der Mensch muss im Fokus stehen. Ein glücklicher Mitarbeiter bedeutet gute Arbeit. Natürlich sind Zahlen wichtig, also muss man geschickt und gekonnt einen Mittelweg finden. Daten, Zahlen, Fakten auf der anderen Seite und der Mensch auf der anderen.

Aber das Wichtigste, das mir klar geworden ist, ist der Wunsch, das Anstreben, der Wille immer ich selbst zu bleiben! Ich möchte meine Werte mit dem meines Unternehmens vereinen und nicht die meines Unternehmens übernehmen. Man muss man selbst bleiben und sich nicht verändern lassen, nicht von der Arbeit! Ich möchte trotz Umsatzzielen, Kostensenkungen und anderer Fakten, der einfühlsame, lustige und manchmal nervige Mensch bleiben, der ich bin. Wenn das zu einem Unternehmen nicht passt, dann passe ich nicht in das Unternehmen. Wir verbringen am Tag ca. 7-10 Stunden bei der Arbeit und 2-4 Stunden denken wir an die Arbeit, obwohl wir gedankenlos und entspannt einen Aperol Sprizz genießen sollten. Also sollten die Gedanken wenigstens positiv sein und einen nicht belasten und das geht nur, wenn man sich wohlfühlt und man selbst sein kann.

Wir arbeiten um zu leben und leben nicht um zu arbeiten! Deshalb mein Rat: man muss oft viel für sein Unternehmen geben und manchmal macht es auch nicht so viel Spaß, das ist normal und in Ordnung, aber sobald man merkt, man kann nicht seine Werte ausleben und man selbst sein, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob man das sein Leben lang durchziehen möchte.

 

Und ein anderes Thema: die PA ist abgegeben, sogar überpünktlich! Allerdings fällt einem diesmal nicht ein so großer Stein von den Schultern, denn da steht ja noch was an: etwas, das ein bisschen Angst macht, das unbekannt ist und wovon schon ein bisschen etwas abhängt: die Präsentation der PA. Nächste Woche Dienstag ist der Termin. Die PA wird vorgestellt und natürlich benotet. Mal sehen was das gibt … Ich bleibe positiv und gebe mein Bestes! Und abschließend kann ich sagen:

Manchmal anstrengend, manchmal schwer

so kommt die PA daher.

Stark und optimistisch muss man sein,

so kriegt man auch das größte Problem ganz klein.

Von ein paar Buchstaben lassen wir uns nicht unterkriegen,

wir werden dich und bald auch die Bachelorarbeit besiegen!

 

 

Categories: Praxisphase Real Life

Leonie

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