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Praxisphase- die Erste

Nach Weihnachten, Silvester (Frohes Neues Jahr nachträglich!) und ein paar freien Tagen hat letzten Montag die Praxisphase erst so richtig begonnen. Drei Wochen darf ich die Abteilungen in der Logistik begleiten, unterstützen und erforschen. Meine erste Woche war sehr interessant. Man lernt viel Neues kennen und versucht sich möglichst viele Namen von den Hunderttausenden, die man hört zu merken und zuzuordnen.

Da alles neu und bisher unbekannt ist, ist vieles noch ein bisschen unverständlich. Manche Arbeiten nimmt man einfach so hin und macht es, wie man es gesagt bekommen hat. Nach einigen Fragen, die man immer wieder stellen kann, muss und sollte, klart sich das Bild aber immer mehr auf.

Als ich montags mit dem Leiter der Logistik bei der ersten Abteilung, dem Wareneingang, angekommen bin, waren die Verantwortlichen erst einmal überrascht, sie hatten nicht mit mir gerechnet. Trotzdem wurden schnell diverse Aufgaben für mich gefunden. Da man oft nicht genau weiß, was man machen soll, oder wen man am besten begleitet, freut man sich über jede einzelne Aufgabe, da man dann das Gefühl hat auch etwas beizutragen und nicht nur dumm im Weg rumsteht. Mit dem fremden Dialekt muss man sich auch anfreunden, wenn sich die Arbeitsstelle nicht in der Heimat befindet. Leider habe ich mich ein bisschen unbeholfen gefühlt, da mein zuständiger Abteilungsleiter nicht immer wusste, was er mit mir machen sollte. Also darf man nicht schüchtern sein, sondern man muss manchmal sich einfach an jemanden dran hängen und fragen, ob man denjenigen begleiten darf und ihm eventuell helfen kann. Meine neuen Kollegen sind alle super freundlich und ich fühle mich wohl.

Das schlimmste an den ersten Wochen, wenn man irgendwo neu angefangen hat (und ich vermute auch bei jeder neuen Abteilung, die ich besuchen darf) sind die Nächte. Ja, klingt komisch, aber ist so: die Arbeit hört nicht nach Arbeitsende auf. Das Hirn bleibt irgendwie dort. Ich konnte kaum schlafen beziehungsweise wurde immer wieder wach, weil mein Kopf alles noch einmal Revue passieren lassen hat und ich dann das Gefühl bekomme hab ich sei bei der Arbeit und darf nicht schlafen. Also wird man in der Nacht öfters wach, kontrolliert abends hundert mal den Wecker, dass er ja nicht zu spät klingelt und überlegt wach und schlafend, wie der Tag war, was kommen könnte, wen man kennen gelernt hat, wie welche Aufgaben gingen und vieles, vieles mehr.

Wichtig ist es auch die richtige Kleidung zu tragen. Ich muss immer schick im Blazer auftreten, da ich später vielleicht einmal eine Führungsposition übernehmen kann. Die hohen, schicken Schuhe ist aber nicht das best geeignetste Schuhwerk für die Arbeit, bei der man viel laufen muss und auch mal etwas tragen können sollte. Ich habe daraus gelernt, also nächste Woche sind bequemere Schuhe dran. Lieber kann ich gut meine Aufgaben erledigen und habe dafür nicht die schönsten Schuhe an. Und nachmittags will ich auch noch laufen können, ohne das Gefühl zu haben als wäre ich ein Marathon gelaufen, weil meine Füße so schmerzen.

Morgen geht es nach einem schönen Wochenende wieder zurück, allerdings mit der schönen Aussicht, dass eine Mitstudentin zu mir in die Ferienwohnung zieht. Ich hoffe, dass dann endlich etwas Leben in die Bude kommt, denn sonst besteht mein Alltag aus Arbeit, Fernsehen, Essen und ins Bett gehen. Das Leben ist irgendwie noch daheim, bei der Familie, bei meinem Freund. Langsam muss ich mich daran gewöhnen, dass mein neuer Wohnort auch mein Leben ist. Deshalb möchte ich nächste Woche auch mal irgendwo zum Sport gehen, Kontakte knöpfen, ein Leben aufbauen..

Categories: Praxisphase Studentenleben

Leonie

2 replies

  1. Hi Leonie,

    wie autonom ist dieser Blog in Wirklichkeit? Die Domain ist zugelassen auf die DHBW-Mannheim und nicht dich.
    Sind die Inhalte deine – ungefilterte Meinung, oder letztlich nur ein Marketinginstrument der DHBW?

    Nichts gegen deine Beiträge, aber bis dato sehe ich da eine Menge rosaroter DHBW-Alltage. Ich will hier nichts schlechtreden, aber wirklich differenziert ist deine Betrachtung imho nicht.

    Viele Grüße eines DHBW-Studenten IB 🙂

    1. Hey du 🙂

      Vielen Dank erst einmal für dein Kommentar! Habe mich sehr gefreut und finde es super, dass meine Beiträge auch hinterfragt werden.
      Habe deiner Aussage einen ganzen Beitrag gewidmet, weil ich wichtig finde, dass klar zu stellen!
      Kurz aber hier: die Domain ist auf die Dhbw zugelassen, da mein technischer Ansprechpartner die Seite erstellt hat. Ich könnte das, trotz einer guten IT Note, nicht selbst und wüsste auch gar nicht was eine geeignete Seite oder was dafür wäre. Verlinkt ist mein Blog auf der Dhbw Homepage, da darüber wahrscheinlich auch die meisten Betroffenen meine Beiträge finden werden. Wenn ich dich besser kennen würde, könnte ich dir auch meinen E-Mail Verlauf zeigen, der beweist, dass ich frei entscheide, über was und wie ich berichte 😀
      Ich hoffe der neue Beitrag lässt dich die Autonomität mehr glauben und wünsche dir alles Gute!

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