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Schnee- und Gefühlschaos

Ich bin schon wieder bei der Hälfte der Praxisphase, die aufgrund meiner Krankheit um einiges verkürzt hat. Zurzeit zweifele ich echt ein bisschen an meinem Glück, da 1. mein Freund und ich am Wochenende den Schlüssel innen in der Tür stecken ließen (ja, es klingt einfach nur als wären wir strohdumm, aber nachts muss abgeschlossen werden und da bleibt der Schlüssel eben stecken und manchmal eben zu lang) und an unserem 5. Jahrestag keine Geschenke überreichen konnten sondern schöne 170€ an den Schlüsseldienst überreichen durften und 2. ich die vorherige Woche beim Edeka meine volle Einkaufstüte zurückgeben musste, da meine Karte verfallen/abgelaufen war und als wäre das noch nicht schlimm genug, sprach mich am nächsten Tag mein Ausbildungsleiter an was ich denn dort getrieben hätte (er war sehr lieb und hätte er gewusst was passiert war, hätte er mir in dem Moment ausgeholfen) und zu guter Letzt kam ich heute über 1 ½ Stunden zu spät, da Schneechaos angesagt war. Wenn ihr wissen wollte, wie man für eine Strecke von 6km fast zwei Stunden brauchen kann, fragt mich, ich bin eine Expertin!

Die letzte Zeit zeigt, es läuft nicht immer alles wie man es gerne hätte. Während mein Freund seit Montag in die erste Theoriephase gestartet hat und seine Schwierigkeiten und Probleme herausfindet, sitze ich hier und frage mich was ich falsch gemacht habe. Meinem Freund gefällt die Uni bisher nicht sehr gut. Der Stundenplan ist wohl nicht sehr angenehm, viel zu lange Pausen, Vorlesungen an Zeiten, sodass man weder morgens noch abends was vom Tag hat und die Dozenten seien wohl auch ein bisschen verrückt bisher. Er vermisst jetzt schon seine Arbeit. Ich mag meine Arbeit auch! Auch wenn ich letzte Woche ab und zu dachte, warum studiere ich überhaupt, da ich zum Beispiel zwei Stunden die Ablage in Kartons geräumt habe oder stapelweise Rechnungen stempeln darf, gefällt mir die Praxisphase durchaus. Egal was man macht, egal was man studiert oder gelernt hat oder welche Arbeit man hat, unangenehme oder lästige Aufgaben wird es immer geben, also ist die nun perfekt und wunderbar sortierte Ablage eine Erfahrung, von denen ich vermutlich noch viele weitere machen.

Auf Wohnungssuche für die Arbeitsphase im Sommer bin ich immer noch. Gestern durfte ich eine Zweier WG besuchen. Die Mädels waren super lieb und eigentlich passt alles, aber ich müsste jeden Tag 30km zur Arbeit fahren. Das ist der einzige Grund, der mich von meiner Zusage noch abhält. Am Ende entscheide ich mich auf jeden Fall für die Option, die mein Bauchgefühl für richtig empfindet und ein bisschen sozialer Kontakt ist definitiv der größte Faktor, aber anderseits sind es noch 30km mehr, die mich von meiner Heimat, vom meiner Familie und von meinem Freund trennen. Noch ein wenig Zeit zum Überlegen und Entscheiden habe ich und die perfekte Wohnung/WG werde ich eh nicht finden, vor allem nicht bei meinem Glück zurzeit.

 

Categories: Praxisphase Real Life

Leonie

2 replies

  1. Das klingt ja wirklich nach einer sehr großen Zumutung. Hast du denn letzten Endes die Zeit überlebt? Klang ja so, als wäre es zwischenzeitlich nicht so deutlich gewesen. Naja, ist nun auch schon ein Weilchen her und inzwischen sitzt du wieder in der Uni.

    1. Es ist nicht immer leicht, aber ich versuche mich mit meiner positiven Art durchzuschlagen und bisher hat es immer geklappt. Hoch und Tiefs sind normal und manchmal muss ich mich dann einfach selbst dazu zwingen, mich zusammenzureißen und mich nicht so anzustellen! Die Studienzeit geht schnell rum und ich versuche jeden einzelnen Tag auf seine Art zu genießen..

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