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Was studiere ich eigentlich?

Ein Problem, an das ich mich noch genau erinnere als es um das Bewerben ging war, dass man nie genau wusste was letztendlich wirklich auf einen zukommt. Welcher Studiengang verläuft in welche Richtung, welche Vorlesungen hat man, was behandelt man in diesen Vorlesungen und wofür braucht man das eigentlich?

Um da wenigstens ein bisschen Abhilfe zu schaffen, möchte ich die Vorlesungen aus meinem Studiengang näher beschreiben. Es soll ein kleiner Einblick sein und keine persönliche Wertung. Jeder muss wissen, was einem gefällt und was nicht. Natürlich spielen die Dozenten der jeweiligen Veranstaltung eine seeeehr große Rolle. Da ich mir hier nicht meine guten Noten verbauen möchte: unsere Dozenten sind alle super! Nein, mal ehrlich, ich bin wirklich zufrieden mit unseren Dozenten und habe bisher keinen kennengelernt, bei dem ich sagen würde, nur wenn ich dessen Schritte im Gang höre, fühle ich mich plötzlich krank und muss nach Hause gehen.

100% erinnere ich mich leider nicht mehr genau an alle Vorlesungen. Wir Studenten behalten halt nur die wichtigen Dinge im Langzeitgedächtnis.

 

International Business: (IB)

Wie unsere Studiengangsbezeichnung, gab es auch eine Veranstaltung „International Business“.

Was hat die Globalisierung mit unserem Business zu tun? Als Einführung in den Studiengang werden fächerübergreifend Kenntnisse beigebracht wie die (internationale) Arbeitswelt funktioniert.

Informationsmanagement: (IT)

Ein bisschen theoretische Informationstechnik Grundlagen, ein bisschen ökologischer Fußabdruck und ein kleiner Einblick in die Welt der IT’ler und Programmierer.

Wirtschaftsmathematik/Statistik:

Im ersten Semester kamen wir in den Genuss der Wirtschaftsmathematik. Um sofort große Sorgen zu nehmen: bei unserem Dozenten haben wir nicht viel mehr behandelt, als im Abi. Allerdings eben vom wirtschaftlichen Blickwinkel aus.

An Statistik kann ich mich leider nicht mehr so gut erinnern, es war halt Statistik. Quantitative, qualitative Statistikmethoden.

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre:

Schwer zusammenzufassen. BWL eben.

Determinanten internationaler Geschäftsführung:

Eine Vorlesung, die den Zusammenhang mehrerer unserer Fächer zeigt. Geschichte vom internationalen Handel, finanzielle Aspekte, die Einflussfaktoren der Regierungen und Markttypen, die unser schöner Planet Erde beheimatet.

Intercultural Management: (ICM)

Hände schütteln, verbeugen oder einfach nur winken? Die Intercultural Management Veranstaltung lehrt, wie man mit verschiedenen Kulturen umgeht, was man (nicht) tun darf/sollte/muss. Andere Kulturen, andere Sitten und vor allem auch anderes Business. Wir werden vorbereitet im internationalen Kontext souverän aufzutreten.

Technik der Finanzbuchführung: (Fibu)

Während ich dank meines Vaters schon als kleines Mädchen das Vergnügen hatte T-Konten kennenzulernen, mussten sich manche erstmals damit auseinander setzen. Es geht um Buchen, nicht ein Hotel für den Sommerurlaub buchen, sondern um Geschäftsfälle buchen und zu dokumentieren. Was ist eine Bilanz, was zeigt sie, was meint sie? Ein bisschen anders als in der Praxis lernt man die Aufgaben der Finanzbuchhaltung kennen.

Volkswirtschaftslehre: (VWL)

Mikro-, Makrovwl, Geld & Währung.

Bürgerliches Recht:

Einer meiner Lieblingsvorlesungen. Vielleicht liegt mir das „Rechtsgefühl“ aufgrund meiner Eltern auch in den Genen. Im 1. Semester behandelt man Zivilrecht, danach Vertiefung von Zivilrecht, im 3. Semester dann Handelsrecht und zu guter Letzt im 4. Semester Arbeitsrecht. Man lernt Gesetze kennen, wie man einen Vertrag schließt, was passiert bei Diebstahl, welche Kündigungsverbote gibt es und viel mehr! Wie unser Dozent immer sagt: egal in welchem Beruf, dieses Wissen ist wichtig, erleichtert einem oft die Arbeit und vor allem entlastet die Rechtsabteilung.

Spanisch:

Ich denke hierzu muss ich nicht viel sagen. Der Kurs wird in Gruppen mit verschiedenen Niveaus eingeteilt. Man muss sich also keine Sorgen machen, wenn man davor noch nie Spanisch gelernt hat. Die Teilnahme ist verpflichtend.

Französisch/Chinesisch:

Diese Sprachen kann man im Gegensatz zu Spanisch freiwillig belegen. Ich habe mich zwei Semester an Chinesisch versucht und mich dann aber wieder auf andere Studieninhalte konzentriert.

Kosten- und Leistungsrechnung: (KLR)

Welche Kostenarten,-träger,-stellen gibt es. Wie verrechnet man Kosten? Was ist der Unterschied von Gemein- und Einzelkosten?

Kernelemente der internen Wertschöpfung:

Core Elements of Internal Value Added. Eine der Veranstaltungen aus dem ersten Semester und deshalb sehr vage in meiner Erinnerung. Was macht Qualität aus? Was hat Six Sigma oder Leam Management damit zu tun? Es liegt an einem Unternehmen, die beste Produktions-Strategie für sein Produkt zu wählen. Diskussionsthema ist auch wozu sind Vorräte gut und was macht man mit ihnen?

Internationale Produktion und Logistik:

Wie kommt die Ware von Deutschland nach Afrika? Welche Wege und Arten gibt es? Der bekannte Begriff Supply Chain (Management) wird in seine Einzelteile zerlegt.

Marketing:

Ist genau das, was man sich auch vorstellt. Mit welchen Marketingstrategien kann ich mein Unternehmen bzw. mein Produkt an den Markt bringen? Theoretisches Wissen wird übermittelt und mit Praxisbeispielen veranschaulicht.

Internationale Finanzwirtschaft:

Incoterms, Zoll und Finanzderivate sind Standardbegriffe in dieser Vorlesung. Wie sichert man Wechselkurse (Euro in Dollar oder Dollar in Euro) ab? Wozu und wie kann man das am Besten machen? Alle finanztechnischen Werkzeuge werde einem hier in die Hand gelegt um auch international agieren zu können.

Betriebliche Personalarbeit/Human Resource Management: (HR)

Manchmal schon in Richtung Philosophie wird erläutert, wie man Personal führen kann. Welche Theorien gibt es? Was muss man beachten? Schon einmal was vom Taylorismus gehört? Standardspruch: I can get you to work but can I get you to work?

Organisation:

Wie ist ein Unternehmen aufgebaut? Welche Bedeutung/Auswirkung hat die Struktur des Unternehmens auf die Strategie und vice versa. Funktionale, Divisionale oder Matrixorganisation sind fester Bestandteil dieser Veranstaltung.

Projektmanagement:

Aus erfahrener Hand erfuhren wir, was alles dazu gehört, ein Projekt erfolgreich zu planen, managen und auszuführen.

Investition und Finanzierung:

Wie bekomme ich Geld um eine Investition zu finanzieren? Eine Frage erklärt die ganze Vorlesung. Beide Begriffe werden bis auf ihre Unterwäsche ausgezogen und dann in die Praxis vermittelt. Als Kind fragt man die Mama nach Geld, doch wen fragen die Unternehmen?

Bilanzierung und Grundzüge der Jahresabschlussanalyse:

Eines der (NICHT) Lieblingsfächer für die meisten aus meinem Kurs. Im 3. Semester wird gezeigt und versucht uns dazu zu bringen selbst eine Bilanz zu hinterfragen. Warum stehen manche Bilanzposten im Aktiva, manche im Passiva? Was kann ein Unternehmen machen um seine Bilanz zu beschönigen. Der größte Spaß an der Sache: tausende Kennzahlen, die man auswendig lernen darf. Aber in meinen Augen interessant, was man alles auf legalem Wege deichseln kann, sodass man ein Bild nach außen vermitteln kann, das man selbst bestimmt.

Betriebliche Steuerlehre:

Der Name ist Programm.

 

Ein erster Einblick in die Vorlesungen des Studienganges BWL- International Business. Hier sind nicht alle Veranstaltungen aufgezählt und es gibt auch zusätzliche Kurse, die wird belegen durften, wie ICM Specials über verschiedene Länder oder einen Knigge Kurs oder eben Moderationstechniken, die uns als Führungspersonen später einmal helfen sollen.

Ebenso dürfen wir bald (5. Semester) aus vier Wahlfächern wählen: International Finance, Internationale Logistik, International Marketing, Human Resources.

Jede Vorlesung hat seine spannenden und interessanten Momente und die, in denen man nicht genau weiß, wie man seine Augen offen halten soll. Aber ich fühle mich immer besser auf die (internationale) Arbeitswelt vorbereitet. Und eines darf man nie vergessen: das beste Fach kann durch einen schlechten Dozenten vermiest werden und das schlimmste Fach kann lustig und informativ sein, wenn der Dozent mit Leidenschaft und Hingabe lehrt.

 

Categories: Theoriephase

Leonie

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